ÖSTM 10 000m Bahn 

Dieses Jahr wurden die Staatsmeisterschaften über die 25 Bahnrunden wieder in Regensburg/GER im Rahmen der Süddeutschen und Bayrischen Meisterschaften ausgetragen.
Im Vergleich zum Vorjahr war das Starterfeld bei den österreichischen Damen leider krankheitsbedingt etwas ausgedünnt. Mich selbst hat anderthalb Wochen vor dem Event ein leichter Schnupfen gestreift, sodass ich das Abschluss-Bahntraining eine Woche davor ausfallen lassen musste. Das hat sich aber ausgezahlt und ich bin rechtzeitig wieder fit geworden.
Ich merke ehrlicherweise schon, dass es mir Jahr für Jahr etwas schwerer fällt, die ganz schnellen Intervalleinheiten im früher gewohnten Tempo zu absolvieren, die VO2Max lässt langsam nach. Auf längeren Strecken halte ich das Tempo gut durch, die Ökonomie ist durch die vielen Trainingsjahre voll vorhanden. Theoretisch sollte ich damit irgendwann auch auf der langen Langstrecke (Marathon ...) eine ganz gute Leistung erbringen können, aber im Moment reizt mich das Training dafür so überhaupt nicht. Im Gegenteil, der Aufbau für einen Halbmarathon fühlt sich für mich schon sehr "überlang" an. Dieses Jahr hatte ich terminlich dann auch keine Ausrede für die Halbmarathon-Staatsmeisterschaften am Wochenende nach den 10 000m, sodass ich das letzte Trainingsmonat für den Aufbau hierfür genutzt habe.
Die 10 000m sollten ein guter Aufbaubewerb dafür werden. Aufgrund des nicht so dichten Starterfeldes und der klar stärkeren Konkurrentin Cordula Lassacher wollte ich die 25 Runden eher solide auf Platzierung laufen. Ich konnte ihr über die ersten 5000m (17:23min war unsere Durchgangszeit) ein gutes Tempo machen, in der Hoffnung wir würden danach die Reihenfolge tauschen und ich könnte mich etwas in ihren Windschatten hängen und ähnlich dem Vorjahr in einer hohen 34er-Zeit ins Ziel laufen. Sie wollte als Minimalziel "nur" das U23-Limit von 35:30min laufen. 
Als ich sie nach der Hälfte des Rennens vorbeigebeten habe, ist sie allerdings sehr übermotiviert mit einer 80er-Runde vorgegangen - da war mir klar, das darf ich nicht mitgehen. So bin ich auch die zweite Hälfte allein im Wind gelaufen (was auch völlig ok ist). Sie ist schließlich einen neuen österreichischen U23-Rekord gelaufen, mit einer grandiosen zweiten Rennhälfte!
In einer soliden Zeit konnte ich das Rennen auf dem 3. Platz overall und als Zweite in der Staatsmeisterschaftswertung beenden. Das ist völlig in Ordnung, wenngleich ich gerne etwas schneller gewesen wäre (aber wann ist das schon nicht so :) )


Gesamtzeit: 35:19min
Schnitt 3:31min/km
Platzierung 3. overall - ÖSTM Silber

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