Triathlonferien

Auch für mich gab es dieses Jahr erstmals so etwas wie ein Trainingslager. Aus arbeits- und studiumstechnischen Gründen etwas spät im Jahr angesetzt und zudem als einzige Triathletin unter Rennradfahrern nicht sehr triathlonspezifsch wurde es trotzdem eine sehr, sehr, sehr schöne Woche mit tollem Wetter und schöner Landschaft.

Das Motto war: Trainieren, Essen, Schlafen, Essen. In dieser Reihenfolge mit Wiederholungscharakter. Unterbrochen wurde sie nur durch ... Essen einkaufen. Und Duschen. Und Umziehen.

Einige Randdaten:

Ort: Gatteo al Mare, Regione Emilia-Romagna, Italia

Zeit: 19. bis 26. April 2008

Radkilometer: 513

Höhenmeter: 5760

Laufkilometer: 35

Umfang in Stunden: 24

Ein verregneter Tag wurde einfach zum belohnenden Ruhetag umfunktioniert, das Schwimmen mangels Gelegenheit ersatzlos gestrichen ...

Trotz oder gerade aufgrund des Umstandes, dass die obere Adria zu dieser Jahreszeit eher mit Geisterstädten als mit Touristenmassen übersäht ist, gab es genug zu erkunden. 20km vom Meer entfernt beginnen schon die Hügerln, die sich teilweise bis etwa 700m überm Meeresspiegel erstrecken. Darunter ist auch San Marino, das wie alle Bergerln mit einem wunderschönen Ausblick lockt.

In Italien merkt man richtig die Begeisterung für den Radsport. Jung und Alt, Einheimisch und Angereist ist auf älteren wie auch auf topmodernen Rennrädern unterwegs und die Autofahrer sind durchwegs so rücksichtsvoll, dass sie sich immer noch mehr selbst als die Sportler gefährden. Die Straßen sind ... naja ... zumindest im hügeligen Hinterland teilweise neu und damit top. Aber immerhin haben wir alle drei die Woche ohne technische und körperliche Defekte überstanden!

Sehr freundlich sind die Italiener auch bei ihren Wegbeschreibungen, auf die man aufgrund der für uns Österreicher absolut unzufriedenstellenden Beschilderung auf den Straßen angewiesen ist. Mit Händen und Füßen wird erklärt, das Schulitalienisch reicht zumindest fürs Wesentliche und am Schluss wird noch besorgt mein Zeitfahrrad begutachtet und nach der Übersetzung gefragt. Gleich vorweg: raufgekommen bin ich überall, wies ausgesehen hat ist wieder eine andere Frage ...

Alles in allem war die Woche mehr als gelungen und hat mir auf jeden Fall zumindest in klitzekleinwenig den Respekt vor den 180 Radkilometern in Roth am 13. Juli genommen ...

 

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