POWERMAN Austria Duathlon Langdistanz Weyer ÖSTM

Den Abschluss meiner Post-IRONMAN-Wettkampfserie bildete der POWERMAN Austria, an dem ich erstmals teilgenommen habe. Mit wenig Respekt vor der Strecke (zumindest, was das Finishen angeht) und viel Vorfreude bin ich mit den andren Mädels bei diesem Meisterschaftsrennen 10min vor den Herren an der Startlinie gestanden.

Im Gegensatz zur Vorwoche war ich ziemlich gut erholt und hab mich beim Loslaufen gleich fit gefühlt, bin es aber - im Gegensatz zum Mürzman im Frühjahr - mit der Handbremse angegangen. Diesmal wollte ich es taktisch etwas klüger machen, schließlich konnte ich mir bei dieser enorm starken Konkurrenz keine Anfängerfehler leisten, ohne sogleich dafür bezahlen zu müssen.
Der erste Lauf ist wirklich genial verlaufen, ich bin in der Verfolgergruppe mitgegangen, die andren Mädels haben wirklich gutes Tempo gemacht, sowohl bergauf, als auch bergab war ich immer im richtigen Bereich unterwegs, immer mit Reserven. Dass dann nach und nach die anderen abgerissen sind und ich dann als Letzte der Gruppe übriggeblieben bin, hat mich gleichzeitig sehr gewundert, wie auch natürlich sehr gefreut. Als Sechste in der Gesamtwertung und zweite Österreicherin bin ich in die Wechselzone, wie auch aufs Radl gekommen. Sehr bald hatte ich dann auch ein weiteres Mädl überholt, welches alleine gefahren ist.

Da käme jetzt eigentlich meine Ausführung zur Fairness auf der Strecke, welche ich mir spare, ich habe meine Meinung nachher beim Chefkampfrichter deponiert, welcher sich für das Geschehen entschuldigt hat.
Meine Radleistung war dann im Vergleich zu den andren nicht gerade berauschend, wobei ich mich eigentlich gut gefühlt hab und sicher stärker gefahren bin als zwei Wochen zuvor in Litschau auf einer Strecke ähnlicher Länge, welche ich aber wesentlich weniger anspruchsvoll gefunden habe. Die neuntbeste Radzeit ist es dann geworden.
Der Radkurs in Weyer ist wunderschön, jedoch nicht unbedingt zeitfahrertauglich, zumindest hätte ich lieber ein leichtes Bergradl mit klitzekleiner Übersetzung und andren Laufrädern gehabt. Es ist schon am Weg zu mir ... (wegen Embrun, nicht Weyer).

Zum zweiten Lauf bin ich dann nicht in bester Verfassung gekommen, weder psychisch, noch physisch. Ich bin die erste Radrunde sicher etwas zu euphorisch angegangen und dürfte auch zu wenige Kohlehydrate aufgenommen haben. Dass ich inzwischen an neunter Stelle lag, hat nicht gerade zur weiteren Motivation geführt. Damit es noch ein bisserl härter wird, hat sich dann eine leichte Leistenzerrung, welche sich vor anderthalb Wochen im Training bemerkbar gemacht hat, dann auch ziemlich stark schon bei den ersten Schritten gemeldet, sodass ich selbst nach dem Lockerwerden der Beine nach den ersten paar hundert Metern nicht mein gewohntes Tempo laufen konnte und dann noch eine weitere starke Läuferin (die Letzte, welche im ersten Split von der Verfolgergruppe abgefallen ist) an mir vorbeigezogen ist. Die schlechteste zweite Laufzeit aller (!) Damen war mir sicher.

Schlussendlich bin ich dann als Zehnte gerade noch in die Profiwertung gekommen, bei 13 Finisherinnen ist das aber gar nicht einmal so grandios, wie es klingt ;) Dafür hab ich wieder mal eine Dopingprobe gewonnen.
Der Klassensieg in der österreichischen Meisterschaft war mir auch sicher, wirklich zufrieden bin ich jedenfalls mit meiner Laufleistung, immerhin habe ich in letzter Zeit sehr wenig Laufen trainiert.

Nach einer schönen Woche in der Region freu ich mich jetzt trotzdem auf die Wettkampfpause, mein neues Radl und viel Lauftraining, das ich hoffentlich baldigst aufnehmen kann.

Gesamtzeit: 4:44:07h

15.6km Lauf: 1:06:35h

T1: 00:51min

82.4km Rad: 2:57:32h

T2: 01:03min

7.3km Lauf: 38:05min

Platzierung gesamt: 10.

Platzierung ÖSTM: 5.

Platzierung W-U23 ÖSTM: 1.

Alle Ergebnisse gibts auf Pentek Timing.

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