1500m Halle Qualifikation und ÖSTM

Nachdem ich ja meist jede Saison so ein bisschen was Neues ausprobiere, bin ich jetzt in der allgemeinen Vorbereitungszeit auf meine Duathlonsaison bei den 1500m in der Halle gestartet - einmal im Dusika Stadion in Wien beim ASVOE-Meeting zur Qualifikation (Limit 5:05min) um dann bei den Staatsmeisterschaften in Linz starten zu dürfen.

Der Lauf zur Limiterbringung (mein erster 1500er überhaupt) war wirklich sehr, sehr spannend und aufregend für mich. So nervös war ich nichtmal vorm IRONMAN. Ich konnte halt überhaupt nicht einschätzen, wie sehr ich mich blamieren werde und schon gar nicht, was ich laufen kann. Talent hätte ich sicher auf der Mittelstrecke, aber das jahrelange Langdistanztraining wird doch sicher seine Spuren hinterlassen haben?
Der Rennverlauf sprach auch Bände. Zu Beginn überlegte ich mir ernsthaft, ob ich nicht die spätere Siegerin überholen sollte (ich kannte dort ja auch niemanden). Es fühlte sich einfach so locker an ...
Dieses Empfinden war allerdings sehr schnell vorbei, als mich das Laktat wie ein schwerer Stein am Bein beschwerte. Gefühlt ging dann "gar nix mehr" und in der letzten Runde überholte mich dann noch das halbe Feld, sodass ich schließlich 8. von 16 Starterinnen wurde. Eh super, Zeit 5:01,7min, Limit erreicht, eine Erfahrung reicher und ziemlich, ziemlich k.o. Wie man nach so wenig Strecke so tot sein kann, ist mir immer noch ein Rätsel.

Der zweite Wettkampf über diese Strecke war gleich die Leichtathletik-Hallen-ÖSTM. Nervös war ich nicht mehr, freute mich aber sehr auf das Rennen . Im Vorfeld hatte ich noch versucht, einige flottere Trainings einzubauen, was mir nur bedingt gelang, da mich ein Darmvirus erwischt hatte. Verwunderlicherweise wirkt sich die gefühlte Allgemeinskonstitution gar nicht so stark auf das schnelle Lauftempo aus (viielleicht ists aber auch die Motivation beim Wettkampf), jedenfalls konnte ich meine bisherige Leistung um knapp über zwei Sekunden verbessern. Der Rennverlauf war völlig anders, von 17 Meldungen standen leider nur 5 Mädels am Start und die gingen es über 2 Runden sehr, sehr locker an. Nachdem mir das Tempogefühl noch völlig fehlt, blieb ich einfach dahinter und hoffte, das würde schon flott genug sein, um zumindest unter 5min bleiben zu können. Später habe ich dann erfahren, dass es eigentlich zu langsam war, aber Gott sei Dank wurde dann das Tempo soweit angezogen, dass sich für mich noch eine Durchgangszeit von 3:20min bei 1000m ausging. Zu Beginn der letzten von sieben Runden musste ich dann auch noch abreißen lassen und kam mit ein paar Sekunden Rückstand hinter der Vorletzten ins Ziel. 4:59,69min - ich blieb immerhin unter 5min! Der 5. Platz war mir sicher, ist zwar schade, Letzte zu werden, aber mir ging es eigentlich mehr um die Zeit. Dass nicht mehr Interesse an den Staatsmeisterschaften bestand, dafür konnte ich ja nichts.

Und jetzt hoffe ich auf möglichst schönes Wetter für den nächsten Belastungsblock, um am Rad ordentlich Grundlage aufbauen zu können - den ganzen Winter über bin ich nicht am Rad gesessen. Hoffentlich kann ich damit dann auch meine etwas instabile Form derzeit stabilisieren. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächsten Wettkämpfe!

Leichtathletikergebnisse gibts immer beim ÖLV.

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