Mürzman Extremduathlon

Nach meinem Sieg 2009 und dem DNF aufgrund Raddefekts 2010 war ich dieses Jahr wieder am Start. Es sollte der spezifischste Vorbereitungswettkampf in dieser Saison werden, deshalb habe ich mir auch eine Regenerationswoche davor und 5 Tage Regeneration für danach "gegönnt".

Theorethisch sollte ich also gut erholt am Start stehen - wäre mir da nicht ein völlig blödsinniger Anfängerfehler passiert. Zwei Tage vor dem Rennen bin ich nach gut einem Jahr wieder am Pferd gesessen und gleich mal eine intensive Dressurstunde geritten. Konditionell kein Problem, aber muskulär völliger Schwachsinn. Ein heftiger Ganzkörper-Muskelkater begleitete schon das Einlaufen vor dem Bewerb, besonders schlimm hat es die Adduktoren und die Peronealmuskulatur (äußere Wade) erwischt. Vernünftiger Laufschritt war vor allem bergab unmöglich - bei dreimal Berglauf (+wieder runter) über 250hm beim Mürzman schon eher suboptimal. Ich hab dann versucht, wenigstens über die Frequenz Tempo zu machen, aber vor allem psychisch wars extrem heftig, wenn man sich überhaupt nicht locker und erholt, sondern nur gequält, und das vom ersten Schritt an, fühlt.

Nach der ersten Laufrunde über 10km wollte ich eigentlich gar nicht mehr ans Finishen denken, aber ich wollte zumindest probieren, wie es mir am Rad geht. Nach 30min wurden die Beine auch halbwegs locker, ich hatte ein gutes Gefühl am Rad. Ich weiß ja, dass meine Radform dieses Jahr deutlich besser als im Vorjahr ist und vor den Hügeln hab ich keine Angst. Auch der Gegenwind zurück nach Mürzzuschlag ist nur Kopfsache. Alles halb so schlimm, verglichen mit dem Laufen. Bin somit mit meiner Radleistung sehr zufrieden, die Strecke liegt mir irgendwie, eher rhytmisch zu fahren verglichen mit dem POWERMAN Weyer finde ich, aber halt auch nicht wahnsinnig schnell mit den Bergen dazwischen.

Über das zweite Laufen (2mal 10km-Runde) möchte ich lieber den Mantel des Schweigens breiten. Normalerweise neige ich nicht zu Krämpfen und ich hab mich auch wirklich gut verpflegt, aber der Körper versucht anscheinend irgendwie, die zerstörte Muskulatur mit anderen Muskelgruppen zu kompensieren und das ist dann eben eine ungewohnte Belastung. Kombiniert mit insg. 3mal 5km mittelsteil bergab ergibt das einen "eher" unrunden Laufstil gepaart mit großer mentaler Anstrengung.
Die Führung wollte ich aber trotzdem nicht abgeben, die hatte ich mir schließlich so hart wie wahrscheinlich überhaupt noch nie erkämpft - zumal der Bewerb überraschend gut besetzt war (die Duathlonszene bei den Damen entwickelt sich in den letzten Jahren, das ist ein Wahnsinn - toll, dass man sich endlich auch in dieser Randsportart echt messen kann!).

Bei ähnlichen Bedingungen konnte ich meine Leistung von 2009 um 15min verbessern, wobei ich ungleich stärker dieses Jahr bin, wie man schon an anderen Bewerben sehen konnte. Ich ärgere mich natürlich über mich selbst, dass ich an diesem Tag meine Laufstärke so gar nicht ausspielen konnte, freue mich aber, dass das Radfahren für meine Verhältnisse gut und vor allem problemlos auch über längere Strecken klappt und dass ich im Kopf auch ziemlich stark geblieben bin.
Jetzt, wo es vorbei ist, bin ich auch echt happy, aber (muskulär) total zerstört. Die 5 Tage Erholung brauche ich mehr als dringend bevor es dann an das intensive Bergtraining geht ...

Gesamtzeit: 5:39:23h
(Vergleich zu 2009: 5:54:26h)

10km Laufen mit 250hm: 41:44h (2009: 42:10min)

100km Rad mit 1200hm plus 2mal Wechseln: 3:14:19h (2009: 3:26:33h)

20km Laufen mit 500hm: 1:43:20h (2009: 1:45:43h)

Platzierung gesamt: 1.

Platzierung Elite1: 1.

Alle Ergebnisse gibts auf Fun Sports.

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