Triathlon Mitteldistanz Litschau ÖSTM

Dieser Bericht kommt aufgrund ziemlich kaputter körperlicher Verfassung relativ spät. Die Double Olympic Distance ähnelt einer herkömmlichen Mitteldistanz, im Rahmen des WEM - Waldviertler Eisenmannes ausgetragen, würde ich sie sogar als etwas härter einstufen.

Die Distanzen sind 2,3/84/22, wobei die Radstrecke sehr anspruchsvoll ist (in letzter Zeit schreibe ich das fast immer, ich weiß, aber in Litschau wird sich das wohl nicht so bald jemand in Frage stellen trauen ...) und die Laufstrecke ebenfalls ständige Wechsel zwischen Bergauf und Bergab beinhaltet, das ganze auf Waldboden.

Meine Ziele waren einfach wie bei allen Wettkämpfen nach Roth: Hinfahren, Spaß haben und schaun, was möglich ist. Dieses Mal habe ich allerdings schon eine Woche etwas zurückgeschalten und mich erholt. Wovon eigentlich? In letzter Zeit habe ich ja nur sehr geringe Umfänge trainiert ... aber für die Staatsmeisterschaft wollte ich dann doch nicht ganz so unvorbereitet an den Start gehen.

Schwimmen kann ich nicht anders als katastrophal beschreiben. Nach dem kurzen Startgerangel war meine Brille nicht mehr dicht - ich kann aber wohl nicht behaupten, dass ich bei Ausbleiben dieses Problemchens wesentlich schneller gewesen wäre. Wieder einmal bin ich alles völlig alleine geschwommen, diesmal allerdings 46 (!) Minuten lang ... die Gruppe hinter mir hat sich dann Mitte der zweiten Runde erfolgreich von mir verabschiedet - und ich konnte nicht mitgehen ...

Mit dem Radfahren bin ich zufrieden. Da habe ich auch einige Damen überholen können (der Vorteil, wenn man mit Platzierung Irgendwas aus dem Wasser steigt) und für meine Verhältnisse gut Druck machen können. Die häufigen, wenn auch sehr kurzen Radeinheiten in den letzten Wochen haben wohl tatsächlich etwas Tempohärte und Kraft am Berg gebracht.

Beim Laufen ging es für mich nur ums Durchkommen. Das klingt jetzt etwas eigenartig, aber um meinen Titel ins Ziel zu bringen, hat es gereicht und meine große Angst war, dass meine doch relativ schwere Fußverletzung wieder akut werden könnte. Ich hatte jedoch keine Probleme damit und das war das schönste Geschenk für mich an diesem Tag!!!
Sechs Wochen lang praktisch kein Laufen, die mit Abstand längste Einheit waren knappe 12km letzte Woche, haben sich dann zweifelsohne bemerkbar gemacht, trotzdem konnte ich einen 5:05er-Schnitt laufen. Nicht berühmt, aber das war auch nicht meine Erwartung.
Geschont habe ich mich jedenfalls nicht, muskulär habe ich das Laufen dann doch als sehr heftig empfunden und dementsprechend ging es mir dann auch im Ziel ...

Den Titel in meiner Klasse konnte ich holen, außer mir hat sich keine Starterin in der Klasse hingetraut. Wieder einmal ein Zeichen dafür, dass die Dichte in Österreich hier nicht sehr groß ist - im Gegensatz zu zum Beispiel unserem Nachbarland Deutschland, wo auf der Langdistanz sub10-Zeiten von Frauen meines Alters gelaufen werden ...

Das ganze noch in Zahlen:

Gesamtzeit: 5:35:43h

2,3km Swim: 46:49min

T1: 02:05min

84km Bike: 2:53:43h

T2: 01:10min

22km Run: 1:51:55h

Platzierung gesamt: 15.

Platzierung ÖSTM U23: 1. (entspricht auch der Gesamtwertung)

Alle Ergebnisse gibts auf Pentek Timing.

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