Duathlon Sprintdistanz Jennersdorf

Nach langer, langer Multisport-Wettkampfabstinenz hatte ich schon ziemlich viel Lust, mal zu schauen, was ich noch so ausdauertechnisch kann. Im letzten Jahr hatte ich ja - für meine früheren Verhältnisse - sehr wenige Antritte bei Bewerben, nämlich nur zwei. Zum einen hab ich mich am Mürzman-Extremduathlon versucht, den ich leider mit technischem Defekt (Patschn und dann auch noch Tasche mit Schlauch und Werkzeug daheim liegenlassen ...) abbrechen musste, zum anderen konnte ich den Fürstenfeld Sprint Triathlon nach 2008 dann 2010 noch einmal für mich entscheiden.

Meine geheime Leidenschaft gilt ja auch eher den Duas, als den Trias (böse Zungen mögen behaupten, es läge am Schwimmen, ich behaupte, es liegt ganz eindeutig am Laufen :D). Also hab ich mich voller Vorfreude und ein bisserl mehr Nervosität als in routinierteren Zeiten an den Start gestellt und was soll ich sagen, Laufen ging super, Rad den Erwartungen entsprechend.

Im letzten Jahr bin ich zwar nicht mehr gelaufen, als sonst (hatte auch etwas Verletzungspech), dafür viel "Ungewohntes" für mich, nämlich einige Orientierungsläufe. Das bedeutet viel Cross, Wald und Höhenmeter und ähnelt im Wettkampf einer Art Fahrtspiel. Ein gutes Training anscheinend, denn auf der Straße erging es mir dann ganz gut!

Der Bewerb an sich war sehr gut organisiert, im Burgenland starte ich überhaupt gerne, weil ich das noch von früher kenne, dass es da praktisch kein Windschattenfahren gibt, da sehr viel kontrolliert wird. Leider war das diesmal nicht ganz der Fall, aber zunächst chronologisch.

Der erste Laufsplit war sehr gut, finde ich, bin natürlich wie immer zu schnell losgelaufen, man möchte ja das Damenfeld im Blick haben, bzw. erstmal vorne weglaufen und sehen, ob jemand von den Damen überholt. Als schwächere Radfahrerin kann ich mir das nicht erlauben, beim Laufen nicht wirklich hinzuhalten. Nun, die drei Runden sind mit einer schnelleren ersten Runde gut verlaufen, dann ab aufs Radl. Die Strecke war gut gewählt, wie ich empfand, flacher, schneller Kurs, etwas windig, zum Teil auch böig. 11km mit dem Wind und dann zurück gegen den Wind ...
Die Beine waren ok, mich haben nicht sehr viele Männer überholt (trotz schnellem Laufsplit), ich dafür vielleicht zwei oder drei. Bis knapp vorm Ende des Radsplits konnte ich auch ausschließlich faires Fahren beobachten, bei einer Wendepunktstrecke sieht man ja auch eher viel. Doch dann hat mich ein Packerl eingeholt ... ein paar Männer und zwei Damen mittendrin (nachher Zweite und Dritte). Damit hatte ich einfach überhaupt nicht mehr gerechnet und bin in meiner Wut gefahren, was ging und hab mich an die Spitze des Packerls gesetzt. Jene, die mich kennen, wissen auch, dass ich nicht die allerstärkste Radlfahrerin bin und können sich ausmalen, wielange das gut geht, Sandrina an der Spitze des Radlerpackls. Na gut, ich hab dann irgendwie versucht, nicht ganz abzureißen und hab immer wieder überholen können. Am Ende bin ich gleichzeitig mit der Gruppe und der später zweitplatzierten Dame in die Wechselzone gesprintet (Wiegetritt noch knapp vor der weißen Linie inklusive, ned vernünftig, aber die Wut musste irgendwohin). Ich wusste, ich wollte das jetzt gewinnen und mit einem schnellen Wechsel als Erste aus der Wechselzone, was mir auch ganz gut gelang. Denn ich hatte nur 1.8km Zeit, die Zweite abzuhängen, was mir ebenfalls gut gelang.

Am Ende konnte ich mich dann doch über ein schönes, sehr spannendes und überdies zufriedenstellendes Rennen freuen!!!

Gesamtzeit: 1:08:51h

5,5km Laufen: 21:36min
22km Rad + 1. und 2. Wechsel: 40:07min
1.8km Laufen: 7:07min

Platzierung gesamt: 1.
Platzierung Elite 1: 1.

Alle Ergebnisse gibts bei SMC Timing

zurück