An vielen Samstagen im Jahr veranstalte ich eine Art organisiertes Bahntraining für meine Sportler/Trainingsgruppe. Die Teilnahme ist kostenlos, Infos gibts über mich :)

Was macht das Training auf der Laufbahn so "besonders"?
• Nicht umsonst haben fast alle guten Athleten Trainingsgruppen. Man motiviert sich gegenseitig und geht ganz anders ans Limit als alleine. In den Intervallen kann auch leichter ein gewisser Wettkampfcharakter aufkommen, was bei dieser Trainingsform durchaus erwünscht ist.
• Allein die Örtlichkeit inspiriert schon zum schnellen Laufen und ist neben den Trainingskollegen sehr motivierend.
• Man kann getrost technischen Schnick-Schnack daheim lassen - was für den Radfahrer nur aufwändig mit Wattmessung möglich ist, geht auf der Laufbahn ganz einfach mit Stoppuhr - man weiß immer, wo man gerade leistungsmäßig steht. Temposchwankungen werden sehr leicht erkennbar, so schult man sein Tempogefühl extrem gut.
• Der Untergrund ist ein anderer - gute Abwechslung zum Asphaltlaufen. Ich laufe immer "gegen die Laufrichtung" (im Uhrzeigersinn) ein und aus, die Intervalle laufe ich "in Laufrichtung" (also gegen den Uhrzeigersinn), um auch hier nicht einseitig zu werden. Wenn man niemand anderen stört, kann man dies auch gern einmal wechseln!
• Dadurch, dass man die anderen - auch schnelleren - Läufer im Blick hat, kann man sich auch lauftechnisch Einiges abschaun. Ich bin ein Fan davon, sich von Schnelleren inspirieren zu lassen. Wir haben oft eine Kamera mit dabei, was gerade gegen Ende der Einheit gut die Technik unter Ermüdung zeigt.
• Man muss nicht auf Straßenverkehr, Kreuzungen, etc. Rücksicht nehmen und kann sein Intervall ungestört durchziehen.
• Auch das Vorhandensein völlig unterschiedlicher Leistungsstufen ist kein Problem - über die unterschiedlichen Programme kann man bei gleicher Startzeit (jedes folgende Intervall startet nach einer bestimmten Zeit gerechnet vom Start des ersten Intervalls) unterschiedliche Tempobereiche gut abfedern und man beginnt immer wieder gemeinsam.
• Die so wichtige starke Intensitätsstreuung wird besonders für "Alleinetrainierer" gut erkennbar - man kann sich das betont ruhige Tempo beim Ein-/Auslaufen und in den Intervallpausen abschauen.
• In der warmen Jahreszeit bietet es sich an, barfuß auf- und abzuwärmen, in der Regel sind Laufbahnen frei von Steinchen oder Splittern und man trainiert die Fußmuskulatur dadurch hervorragend.

Ich kann für mich sagen, dass mir diese Trainingsform extrem viel gebracht hat, sogar das spezifische Sprinttraining hat mir für die Langstrecke erheblich geholfen. Natürlich gibts aber auch spezielle Trainingsprogramme für die Langstreckenläufer.

Was braucht man mit?
"Schnelle Schuhe", also z.B. ein Paar für den Wettkampf mit wenig Dämpfung (die Bahn selbst hat schon eine Dämpfungswirkung, zu viel weicher Untergrund belastet die Sehnen!)
Auch Spikes machen Sinn - bei rutschigem Untergrund sind diese auch unumgänglich. Ähnlich dem Barfußlaufen oder dem Laufen in Minimalschuhen beginnt man mit sehr kurzen (!) Strecken - insgesamt 2000-3000m pro Trainingseinheit macht zum Einstieg Sinn.
• Normale Laufkleidung, allerdings für Programme mit längeren Pausen etwas Warmes zum drüberziehen (wärmer als bei einem "normalen" Intervalltraining auf der Straße!)
Trinken und eventuell Kohlehydrate in Form von Fruchtsäften oder Bananen.
• Eine Stoppuhr oder einen entsprechenden Trainingspartner, der als Tempomacher fungiert.